Apple Macintosh Coprocessor Platform

Typ:
Coprozessorkarte
Funktion:
Universelle intelligente NuBus-Coprozessor- und Entwicklungsplattform. Eigene Hardware und Software kann auf der Karte zeitkritische I/O- und Rechenaufgaben übernehmen und dadurch die Haupt-CPU des Macintosh entlasten.
Bus:Nubus
Anschlüsse:NuBus-Kartenstecker; keine externe I/O-Schnittstelle in der Grundausstattung
Systemvoraussetzungen:
Macintosh-II-Familie mit NuBus. Für das spätere Macintosh Coprocessor Platform Developer's Kit nennt Apple Macintosh System Software 6.0.2 oder neuer, A/ROSE, MPW 2.0 oder neuer sowie MPW C und/oder MPW Assembler.
Kompatibel mit:
Macintosh-II-Familie mit NuBus
Beschreibung
Die Macintosh Coprocessor Platform (MCP) ist eine von Apple entwickelte intelligente NuBus-Steckkarte und zugleich eine Entwicklungsplattform für eigene Erweiterungshardware. Sie besitzt einen eigenen Motorola MC68000, eigenen Arbeitsspeicher und eine vollständige NuBus-Master/Slave-Schnittstelle.
Die Entwicklung entstand aus Apples Arbeiten an Netzwerk- und Kommunikationsprodukten für den Macintosh II. Für zeitkritische Ein- und Ausgabeaufgaben war das klassische Macintosh-Betriebssystem nur eingeschränkt geeignet. Apple verlagerte solche Aufgaben deshalb auf eine eigenständige Prozessorkarte. Die Arbeiten an der zugehörigen Software begannen 1987; eine erste Version war Anfang 1988 betriebsfähig.
Der MC68000 der MCP arbeitet mit 10 MHz. Die Standardausstattung umfasst 512 KB DRAM und kann auf bis zu 4 MB erweitert werden. Zwei 32-KB-EPROMs enthalten unter anderem den für den Macintosh Slot Manager benötigten Declaration-ROM-Code sowie Start- und Diagnosefunktionen. Die NuBus-Schnittstelle wird durch zwei kundenspezifische Texas-Instruments-ASICs realisiert.
Kennzeichnend ist der große unbestückte Prototyping-Bereich der Platine. Apple stellte mehr als 26 Quadratzoll Fläche für eigene Schaltungen zur Verfügung. Die MCP besitzt daher absichtlich keine fest vorgegebene externe I/O-Schnittstelle. Entwickler konnten beispielsweise serielle Schnittstellen, Netzwerkhardware, Mess- und Datenerfassungselektronik oder andere spezialisierte Hardware ergänzen.
Als Betriebssystem für die Karte dient A/ROSE, das Apple Real-Time Operating System Environment. A/ROSE ist ein kleines präemptives Multitasking-System mit nachrichtenbasierter Kommunikation. Programme auf der Karte können weitgehend unabhängig vom Macintosh-Prozessor arbeiten und über NuBus mit dem Host oder mit anderen intelligenten Karten kommunizieren.
Die MCP bildete außerdem die technische Grundlage verschiedener Apple-Kommunikationsprodukte, darunter die Serial NB Card, TokenTalk NB Card und Coax/Twinax Card.
Die Entwicklung entstand aus Apples Arbeiten an Netzwerk- und Kommunikationsprodukten für den Macintosh II. Für zeitkritische Ein- und Ausgabeaufgaben war das klassische Macintosh-Betriebssystem nur eingeschränkt geeignet. Apple verlagerte solche Aufgaben deshalb auf eine eigenständige Prozessorkarte. Die Arbeiten an der zugehörigen Software begannen 1987; eine erste Version war Anfang 1988 betriebsfähig.
Der MC68000 der MCP arbeitet mit 10 MHz. Die Standardausstattung umfasst 512 KB DRAM und kann auf bis zu 4 MB erweitert werden. Zwei 32-KB-EPROMs enthalten unter anderem den für den Macintosh Slot Manager benötigten Declaration-ROM-Code sowie Start- und Diagnosefunktionen. Die NuBus-Schnittstelle wird durch zwei kundenspezifische Texas-Instruments-ASICs realisiert.
Kennzeichnend ist der große unbestückte Prototyping-Bereich der Platine. Apple stellte mehr als 26 Quadratzoll Fläche für eigene Schaltungen zur Verfügung. Die MCP besitzt daher absichtlich keine fest vorgegebene externe I/O-Schnittstelle. Entwickler konnten beispielsweise serielle Schnittstellen, Netzwerkhardware, Mess- und Datenerfassungselektronik oder andere spezialisierte Hardware ergänzen.
Als Betriebssystem für die Karte dient A/ROSE, das Apple Real-Time Operating System Environment. A/ROSE ist ein kleines präemptives Multitasking-System mit nachrichtenbasierter Kommunikation. Programme auf der Karte können weitgehend unabhängig vom Macintosh-Prozessor arbeiten und über NuBus mit dem Host oder mit anderen intelligenten Karten kommunizieren.
Die MCP bildete außerdem die technische Grundlage verschiedener Apple-Kommunikationsprodukte, darunter die Serial NB Card, TokenTalk NB Card und Coax/Twinax Card.
Hinweis
Das vorliegende Exemplar ist besonders früh. Die Platine trägt den Aufdruck © 1987 Apple Computer, Inc. sowie die Datierung „GLM 11/87“. Die beiden EPROMs sind mit „MCP Rev D“ beschriftet. Auch der originale Karton ist vorhanden und trägt die Bezeichnung „Apple Macintosh Coprocessor Platform“.
Das Feld Erscheinungsjahr wurde bewusst nicht gesetzt: Die Entwicklung begann 1987 und eine erste Version war laut Apple im Februar 1988 betriebsfähig; daraus lässt sich jedoch nicht sicher das Jahr der regulären kommerziellen Markteinführung dieses konkreten Produkts ableiten.
Das Feld Erscheinungsjahr wurde bewusst nicht gesetzt: Die Entwicklung begann 1987 und eine erste Version war laut Apple im Februar 1988 betriebsfähig; daraus lässt sich jedoch nicht sicher das Jahr der regulären kommerziellen Markteinführung dieses konkreten Produkts ableiten.