Gepard

Systeme · Gepard Computer GmbH & Co. KG / HS Computer · 1984
Gepard-Systemeinheit mit zwei eingebauten 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerken
Gepard-Systemeinheit mit zwei eingebauten 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerken
Einstellung:1986 (Gepard Computer; danach Weiterführung durch HS Computer)
Typ:Lehr-/Entwicklungssystem
Plattform:
Gepard
CPU:Motorola MC68000L10
Takt:10 MHz
RAM:
1 MB DRAM (32 × 41256, jeweils 256 Kbit × 1)
Grafik:
GDC-Grafiksystem mit NEC µPD7220;
Ton:
Audioausgabe über die D/A-Wandler der Multifunktionskarte; Anschluss eines internen Monolautsprechers vorgesehen
Datenträger:2 × 3,5"-Diskettenlaufwerk; Gepard-Format bis 800 KB pro Diskette
Betriebssystem:GDOS; alternativ OS-9/68000 erhältlich
Steckplätze:
Modulares Kartensystem auf passiver Backplane; proprietärer Gepard-Bus mit 96-poligen DIN-41612-Steckverbindern
Schnittstellen:
Tastatur; zwei Joystick-Anschlüsse; serielle und parallele Schnittstellen; Diskettenlaufwerke; Grafik-/Monitoranschlüsse
Bus:
Proprietärer 16-Bit-Gepard-Systembus im mechanischen ECB-/Europakartenformat

Beschreibung

Der Gepard ist ein in Deutschland entwickelter, vollständig modularer Rechner auf Basis der Motorola-68000-Familie. Die Entwicklung begann 1983; ab 1984 wurde das System von der Gepard Computer GmbH & Co. KG in Oldenburg verkauft.

CPU, Arbeitsspeicher, Boot-ROM, Massenspeicher, Grafik und Ein-/Ausgabe befinden sich auf getrennten Europakarten. Mechanisch verwendet das System 96-polige DIN-41612-Steckverbinder wie beim ECB-Bus, die elektrische Busbelegung ist jedoch Gepard-spezifisch. Nach den zunächst vom Apple II beziehungsweise C64 abhängigen Systemen entstanden eigenständig arbeitende Gepard-Konfigurationen mit eigener Tastatur, Grafik und Diskettenlaufwerken.

Das vorhandene System besitzt eine GEPARD-CPU V1.3 mit Motorola MC68000L10 bei 10 MHz sowie eine GEPARD-512K V1.1 mit 512 KB DRAM. Hinzu kommen Boot-ROM-/I/O-Karte, Floppy-Controller, Multifunktionskarte, Parallel-/Seriell-Interface und ein auf dem NEC µPD7220 basierendes GDC-Grafikmodul. Im Gehäuse sind zwei 3,5"-Diskettenlaufwerke eingebaut.

Das ursprüngliche Betriebssystem GDOS und der systemeigene Modula-2-Compiler waren zentrale Bestandteile des Gepard-Konzepts. Später war außerdem OS-9/68000 für den Rechner verfügbar.

Leider fehlt eine Tastatur

Hinweis

Dieses Exemplar ist keine unveränderte Standard-Paketkonfiguration. Mehrere Karten tragen Aufkleber „HS-computer 16.9.87“. Nachdem die Gepard Computer GmbH 1986 insolvent geworden war, gründete Mitentwickler Hermann Spille HS Computer und führte Verkauf, Wartung und Weiterentwicklung der Gepard-Hardware fort.

Ausstattung:
  • GEPARD-CPU V1.3 – Motorola MC68000L10, 10 MHz
  • GEPARD-512K V1.1 – 512 KB DRAM
  • GEPARD-I/O – als Boot-ROM-Karte mit zwei EPROMs
  • Floppy-Controller mit Western Digital WD2797A-PL
  • Multifunktionskarte mit Tastaturanschluss, Echtzeituhr, Timer und I/O
  • Parallel-/Seriell-Interface
  • GDC-Grafikmodul mit NEC µPD7220
  • zwei eingebaute 3,5"-Diskettenlaufwerke


Die 512-KB-Karte wurde auf 1MB erweitert/modifiziert.